Gastkommentar OA Dr. Wolfgang Schweiger

 

 

Varizen - Krampfadern

 

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OA Dr. Wolfgang Schweiger

Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie in Graz

 

Spezialgebiete:

Laparoskopische Chirurgie

Gallengangs-Chirurgie

Endoskopie

Minimal-invasive Varizen-Chirurgie

Arterien-Chirurgie

 

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Das Varizen- oder Krampfadernleiden betrifft 30 – 40% aller Erwachsenen.

Man versteht darunter die Erweiterung der oberflächlichen Beinvenen, meistens verursacht durch undichte Venenklappen der sogenannten Stammvenen in der Leiste oder Kniekehle (=primäre Varizen).

Durch den Blutrückstau, insbesondere im Stehen, kommt es dabei zur zunehmenden Erweiterung der Seitenäste.

Stehende Berufe, Schwangerschaft, Bewegungsmangel oder falsches Schuhwerk (hohe Absätze) begünstigen die Entstehung zusätzlich zur individuellen Krankheitsneigung.

Je nach Schweregrad unterscheidet man Besenreiser, reticuläre Varizen und echte Varizen, welche typisch geschlängelt verlaufen und sich über das Hautniveau vorwölben.

Schwere Formen führen zu Hautveränderungen bis zum Unterschenkelgeschwür. Insgesamt besteht bei Varizen ein erhöhtes Thromboserisiko (operative Eingriffe, Flugreisen usw.).

Die Therapie sollte unbedingt stadiengerecht erfolgen:

Im niedrigen Stadium I kommen Bewegung, Kompressionsstrumpf und ambulante Verödungstherapie zur Anwendung. Auf Flugreisen sollte eine Thrombosevorbeugung verabreicht werden und ausreichende Bewegung erfolgen.

Ab Stadium II sollte eine individuell geplante operative Sanierung erfolgen, die optimalerweise von einem Gefäßchirurgen unter modernen OP-Saal-Bedingungen durchgeführt wird. Sie umfasst die Unterbindung des „Insuffizienz-Punktes“ (=Stelle der undichten Venenklappen), Ausschaltung der erweiterten Stammvene und Entfernung der Varizen durch Mikro-Hautschnitte.

Postoperativ sind für 4 – 6 Wochen Kompressionsstrümpfe sinnvoll.